eiskellerberg special x-mas edition

 

Christoph B. Klöcker hat die Ballade neu eingesprochen:

 

Max Klinger (* 18. Feb. 1857 in Leipzig; † 4. Juli 1920 in Großjena) schuf Zelt kurz vor seinem Tod.
Er ließ sich dazu von der Ballade von der wilden Welt aus dem Jahr 1912 von seinem Freund Richard Dehmel (* 18. Nov. 1863 in Hermsdorf; † 08. Feb. 1920 in Blakenese) inspirieren.

Yaël Kempf hat für eiskellerberg eine Montage geschaffen. Sie bezieht sich wiederum auf Klinger und Dehmel. Christoph B. Klöcker hat die Ballade neu eingesprochen.

Über fünf Jahre arbeitete Max Klinger an seiner letzten Folge von Grafiken, die unter dem Titel “Zelt” nur drei Jahre vor seinem Tod erscheinen. Angeregt durch die “Ballade von der Wilden Welt” seines Freundes Richard Dehmel zeigt sie das Lieben und Leben einer Frau in einer märchenhaft-fantastischen Welt. Max Klinger selbst sprach von seiner Besessenheit von dem Thema:  “Beim kleinsten Zipfel von Wort geht mir die Illusion aus, und ich will ja auch nur ein Märchen erzählen, und zwar ein richtiggehendes, wo die Köpfe so wenig sicher sitzen, wie die Hemden, mal rauf, mal runter. Sengen, ein bißchen Morden, ordentlich Lieben und Liebenlassen und das alles in schöner Gegend, bei allerhand Wetter und gar nicht vegetarisch, sondern Fleisch, viel Fleisch.”

„Zelt“ (Opus XIV, 1915–17) gilt als Kulminationspunkt in Klingers Schaffen und steht für die Summe seiner Erzählkunst und phantastischen Bildfindungen. Der Künstler galt unter seinen Zeitgenossen als der “deutsche Michelangelo“.

 

mit Dank für die Bildrechte

Museum der bildenden Künste Leipzig

Dr. Jeannette Stoschek
Sabine Schmitt

special thanks to

Dr. Agnieszka Lulinska, Bundeskunsthalle Bonn
Joachim Burmeister, Bregenz
Katja Tönnissen, Düsseldorf

 


 

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