Thomas Schütte im Gespräch

Ein Ausnahmekünstler

https://vimeo.com/76557175

Thomas Schütte ist ein Ausnahmekünstler. Einzelgänger wie leidenschaftlicher Zeitgenosse, gefeierter Künstler der Gegenwart, wie distanzierter Beobachter. Aus einer genauen, forschenden Beobachtung seiner unmittelbaren Umgebung und kritischen Teilnahme am Weltgeschehen heraus, entwickelt Thomas Schütte sein vielgestaltiges Werk: reflektiert und sinnlich, subversiv und poetisch, zuweilen sperrig, hintergründig und voller Humor.

Seine intensive künstlerische Auseinandersetzung widmet sich gleichermaßen Form und Inhalt, Materialwahl und handwerklicher Technik. Über drei Jahrzehnte lang ist so ein Werk entstanden, das zwischen Moderne und Tradition oszilliert, von großer Konsequenz zeugt und doch voller überraschender Wendungen und verblüffender Einfälle steckt. Ob Handzeichnung, Aquarell, Modellbau, Architektur, Keramik-, Eisen- oder Bronzeskulptur, es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Leichtigkeit Schütte jedes Medium beherrscht und dabei seine Suche nach einem tieferen Verständnis des Menschseins fortsetzt.

Thomas Schütte, geboren am 16. November 1954 in Oldenburg, studierte von 1973 bis 1981 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Fritz Schwegler und Gerhard Richter. Nach den großen Einzelausstellungen 2010 im Museo Reina Sofia, Madrid und in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, wird Schüttes Werk in diesem Herbst in gleich vier großen Solopräsentationen gewürdigt: im me Collectors Room/Stiftung Olbricht, Berlin, im Folkwang Museum, Essen, in der Fondation Beyeler, Basel und dem Kunstmuseum Luzern.

In einem ausführlichen Gespräch mit eiskellerberg.tv erzählt Thomas Schütte auch von seinem Wunsch nach “Nichts-Tun”. Unterdessen arbeitet er an seinem Plan, eine Ausstellungshalle, “Schütte-Haus”, nach einem Entwurf von ihm selbst in Nachbarschaft zur Raketenstation bei Neuss zu errichten. Die Baugenehmigung ist eingereicht.

 

 

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