„Experimentelle Wiese“

Gregor Jansen wagt sich vor und zurück

Auf der Suche nach einer neuen Standortbestimmung für die Düsseldorfer Kunsthalle findet Gregor Jansen im Gespräch mit eiskellerberg.tv die wundervoll unbescheidene Sentenz: „Wir sind ein Plätzchen mit internationaler Strahlkraft.”

 

Als neuer Direktor der 1967 eröffneten Kunsthalle am Grabbeplatz betreibt er zunächst weiter, was seine Vorgängerin Ulrike Groos zum Programm erhob: Galerie Nabelschau. Ehemalige Größen der Düsseldorfer Kunstszene werden in musealen Einzelausstellungen gewürdigt: Palermo, Meuser, Ruthenbeck. Die Reihe setzt sich mit Hans-Peter Feldmann, Marcel Broodthaers und Ferdinand Kriwet auch 2010 nahtlos fort. Dabei ist Jansen ein überaus glücklicher Einstand mit der aktuellen Feldmann-Schau gelungen.

 

Der neue Direktor stellt auch Ansprüche: „Bißchen wilder, bißchen experimenteller, bißchen Ruhrberg” darf es schon werden. Das Plätzchen soll neu vermessen werden und Jansen (Hobby: Bergsteigen) schaut dabei gerne über den Gartenzaun hinaus. Asien gehört sein gesteigertes Interesse. Mit Zhang Peili (*1947 in Hang Zhou) wird er im Herbst 2011 „den Nam June Paik Chinas” vorstellen. Für den Sommer 2012 ist eine umfassende Ausstellung zum Werk des französischen Theoretikers der Postmoderne Jean-Francois Lyotard (1924-1998) in Vorbereitung, ein Rekontextualisierungsversuch der Ausstellung des Pariser Centre Pompidou aus dem Jahr 1985.

 


Gregor Jansen am Torre Venezia

 

 

 

21.06.2011 07:20 (Kommentare: 0) | Weiterempfehlen

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