Jan Albers
parcOurs mOrtale

von Micaella Cervinscaia

Was fällt auf, wenn man den langen sogenannten „Raum der Stille“ bzw. Japanraum der Langen Foundation betritt? Die absolute innere Ruhe, oder eher die Gefahr die Welt außen zu vergessen? Ist es eine Gefahr, oder eher ein Wunsch aus dem Alltag zu flüchten und einen Einblick in eine andere Welt zu bekommen?

Der Fluchtweg führt in eine Welt des Künstlers Jan Albers (geb. 1971), in eine Ausstellung, die den auf den ersten Blick ungewöhnlichen Namen parcOurs mOrtale trägt. Es sind die Kunstwerke des Künstlers wie upanddownfromdusktilldawn oder fOlkstOthepeOpleOfsyria, die meinen Blick aufhielten. Es ist das geflochtene Papier, die Holzblöcke in unterschiedlichen Längen, Buttons und Sprühfarbe, die im Zusammenklang ein Ganzes ergeben, das das Spiel der Nuancen und Details beherrschen und im Einklang mit dem Raum die Vorstellungskraft des Besuchers fordern.

Bemerkenswert ist auch die Architektur der Langen Foundation, mit seinem Entwurf führt der japanische Architekt Tadao Ando die Verbindung von außen nach innen. Die offene Struktur der Wände, viele Glasfenster und hohe Decken geben das Gefühl der Freiheit, das durch die Ausstellung konkretisiert wird und zum Nachdenken bringt.
Freiheit, Frieden, die bedrohte Welten und politische Auseinandersetzungen sind Motive von Jan Albers, die auch in den kleinen Buttons sichtbar werden, wenn man diese sehen möchte.

Jan Albers schneidet, biegt und verändert die Materialien, die im Prozess zu Etwas werden, was unseren Blick bangt. Etwas, was jeder für sich zu etwas Bestimmten machen kann. Er stellt uns vor eine Herausforderung, mit den Benennungen seiner Kunstwerke, die wir erstmal lesen lernen sollen, als auch mit der Betonung von bestimmten Buchstaben, die die Wörter auseinanderhalten und gleichzeitig verwirren.Jan Albers bietet einen Raum für Illusion und Imagination, den man für sich entdecken kann. Diesen Raum stellt die Langen Foundation in einer Reihe von monographischen Ausstellungen zeitgenössischer Künstler vor.

Die Langen Foundation existiert seit 2004 im Kulturraum Hombroich bei Düsseldorf und ist eine wundervolle Insel, die die Interessierten zu sich einlädt die Sammlungen von Viktor und Marianne Langen zu betrachten und die Landschaft zu genießen.Für mich war es etwas Besonderes an diesem Parcours teilnehmen zu dürfen und ich hoffe, dass dieser Raum auch für andere ungeschlossen bleibt.

Fotos: Micaella Cervinscaia
redrooster, JanAlbers_feedme2011 – Jan Albers

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